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Welche Langfristwerte halten wir und warum?

Welche Langfristwerte halten wir und warum?

Beitragvon Ulrich » Sa Jun 16, 2012 6:11 pm

Hallo. Habe mir gedacht es ist eigentlich langweilig, wenn immer nur ich und andere Blogger ĂĽber ihr Anlagen schreiben.

Darum habe ich mir gedacht ich erstelle hier mal einen Topic, in dem jeder mal vorstellen kann was er für Langfristwerte hält und warum. Da es ja keiner schafft sich mit allen Unternehmen und allen Branchen zu beschäftigen.

NatĂĽrlich sollen auf Fragen zu den Anlagen anderen jederzeit fragbar sein.

Es geht nicht darum hier aufzuzählen:

ich habe Coca Cola, VW und BASF Aktien.
Nein; wählt einfach einen oder mehrere Werte aus und beschreibt (kurz oder lang) warum ihr diese halten.

Dann mache ich hier mal den Anfang

Bild
Eine meiner größten Depotpositionen ist UNION PACIFIC [ WKN 858144 ].

Union Pacific ist einer der gößten Eisenbahngesellschaften der USA.
Warum eine Eisenbahn?

- Bei keinem anderen Transportmittel kann Energieeffizenter Ware transpotiert werden, ein unschlagbarer Vorteil. Dabei gehe ich davon aus, dass Benzin und Energie allgemein im Preis steigen wird.
- Die Globalisierung erfordert den Transport über lange Strecken. Zwar kann die Eisenbahn nicht übers Wasser fahren, ist aber das beste Transportmittel um diese Waren von den Häfen in die Ballungszentren zu bringen
- Da es in Nordamerika nur eine Handvoll groĂźe Eisenbahngesellschaften gibt und diese in verschiedenen Regionen operieren hat man es mit einem kleinen Oligopol zu tun, welches politisch sogar noch unterstĂĽtzt wird.
- Die US-Politik hat die Schiene entdeckt und will durch sie die Infrastruktur im Land verbessern.

Wer mehr wissen möchte, ich habe vor einiger Zeit schon einmal einen Blogartikel über die Chancen und Risiken der US-Eisenbahnen geschrieben ( http://www.valueblog.de/?p=675 ).

Bei Union Pacific bin ich erst vor zwei Monaten bei 108 $ eingestiegen. Durch den schwachen Euro und dem derzeitigen Kurs ergibt sich für mich ein Kursplus von fast 12 %. Die Dividende beträgt derzeit 2,1 %. Trotz der geringen Dividenden-Rendite sehe ich Union Pacific als Dividendenwert; da ich von starken Steigerungen ausgehe. Die letzten 5 Jahre wurde die Dividenden durchschnittlich um fast 30 % erhöht.

So jetzt seid ihr dran, gerne könnt ihr auch Informationen verlinken :) Viel Spaß und auf einen guten Meinungsaustausch!
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Welche Langfristwerte halten wir und warum?

 

Welche Langfristwerte sollten wir genauer betrachten?

Beitragvon Tilo » Sa Jun 23, 2012 5:31 pm

Hallo Ulrich,
da hier leider :( noch niemand seine Langfristwerte veröffentlicht hat beginne ich mal. Ich bin gerade dabei mir ein Depot aufzubauen und kann daher leider auch noch nicht viel beitragen, außer das ich mir 50 Coca Cola Aktien ins Depot gelegt habe. Der Hauptgrund für Coca Cola ist einerseits die solide Marktstellung und andererseits der für August angekündigte Aktiensplit 2:1.
Nun bin ich am überlegen, welche Aktie als nächstes in mein Depot kommen soll. Die von Dir vorgestellten Aktien aus der Nahrungsmittelbranche sind natürlich sehr interessant, allerdings lässt mir die Brown-Forman B Aktie keine Ruhe. Investitionsgrund wären hier der sehr schöne Fünfjahreschart und der ebenfalls für August angekündigte Aktiensplit 3:2 und die Aktionärsstruktur. Negativ beurteile ich hier allerdings die relativ niedrige Dividendenrendite. Würde mich sehr über weitere Einschätzungen zu Brown-Forman und der Wirkung von Aktiensplits freuen :?:
http://investors.brown-forman.com/phoen ... rol-irhome

P.S.: Dein Blog ist SUPER!!
Tilo
 

Re: Welche Langfristwerte halten wir und warum?

Beitragvon Ulrich » So Jun 24, 2012 3:06 pm

Hallo Tilo,

Brown Forman habe ich mir einmal angesehen. Die Firma besitzt mit Marken wie Jack Daniels und Southern Comfort (mag ich sehr gerne ;) ) sehr starke Marken, die preislich im mittleren bis hohen Normalsegment sind. Solche Traditionsmarken sind ja vorallem auch bei Menschen, mit steigenden Einkommen, in den Schwellenländern beliebt.

Der Umsatz von Brown Forman wuchs in den letzten 5 Jahren um durchschnittlich ca. 5 % und der Gewinn pro Aktie im niedrig zweistelligen Bereich. Ger Gewinn pro Aktie legte letztes Jahr um 29% zu. Man muss jedoch beachten, dass ein groĂźer Teil dieses Wachsums durch den Verkauf verschiedener Weinmarken zu stande kam. Rechnet man dies heraus, kommt man noch auf um die 18 %.

Dieses Jahr gehen die Analysten durchschnittlich von einem Gewinn pro Aktie von 3,91 $ aus. Dies wär dieses Jahr ein Wachstum von 9,8%.

Hab dies jetzt mal mit Diageo verglichen ( Hersteller von bekannten Marken wie Johnnie Walker, Ciroc, SmirnOff Wodka ). Bei denen wird dieses jahr von einem Wachstum von 22,8 % ausgegangen. Diageo handelt zudem zu einem gĂĽnstigeren KGV von 24 ( Brown Forman KGV 26 ) und bietet mit 2,1 % auch die bessere Dividende ( Forman 1,6 % ).

Brown Forman handelt also im Vergleich zu Firmen, der gleichen Branche, nicht gĂĽnstig.

Das Wachstum ist mir aber nicht hoch genug gegenüber großen Herstellern, nicht alkoholischer Getränke, wie Coca Cola zu sein.
Bild

Coca Colas Gewinnzuwachs pro Aktie wird dieses Jahr auf 6,25 % geschätzt. Coca Cola notiert jedoch auch günstiger mit einem KGV von unter 20 und einer Dividendenrendite von 2,7 %. Ein Stocksplit steht ja auch hier kurz bevor.

Was man Brown Forman zu Gute halten muss ist, dass bisher nicht einmal ein Viertel des Umsatzen außerhalb der USA entsteht. Es könnte also durchaus durch mehr internationale Präsens zu starken Wachstumszahlen kommen.

Durch das hohe KGV und die recht niedrige Dividendenrendite würde ich die jedoch eher dazu raten eher Coca Cola Aktien zuzukaufen. Coca Cola hat bewiesen weltweit sehr gute Geschäfte machen zu können. Brown Forman kann dies auch gelingen, jedoch ist dies nicht bewiesen.

Bei Brown Forman ist also einiges an Wachstum bereits eingepreist, dies ist immer spekulativer als eine Firma die diese Fantasien bereits erfĂĽllt hat.

Beobachten sollte man den Wert jedoch dennoch weiter, die Wahrscheinlichkeit das es wirklich weiter starkes Wachstum gibt halte ich doch fĂĽr hoch.

lieber GruĂź Ulrich
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Welche Langfristwerte halten wir und warum?

Beitragvon Tilo » So Jun 24, 2012 5:53 pm

Hallo Ulrich,
erstmal vielen Dank für Deine ausführliche und interessante Analyse! ...bei einem Gläschen Southern Comfort wäre ich auch dabei ;)
Wie beschrieben befinde ich mich ja erst gerade am Anfang und werde vermutlich noch so einiges zu lernen haben, aber möchte meine Fehlerquote natürlich gerne möglichst niedrig halten.
Ein Zukauf von Coca Cola kommt für mich erstmal nicht in Frage, da ich mein Depot auch gerne von Beginn an in der Breite aufstellen möchte und später ggf. Werte nachkaufen will. Vermutlich hast du mit deinen Ausführungen zur Brown-Forman Aktie recht (ich werde sie auf jeden Fall weiter im Auge behalten) und es gibt auf meiner Watchlist noch genügend Titel, welche günstiger bewertet sind und eine höhere Dividendenrendite haben. Z.B. gibt da noch Altria Group, Mc Donalds, P&G, Church Dwight...
Wenn ich als Rookie dich noch einmal mit einer Frage belästigen darf. Was für mich wesentliche Kriterien für die Wahl der Brown-Forman Aktie waren, sind die Aktionärsstruktur (quasi in Familienbesitz) und der für August anstehende Aktiensplit.
In wie weit berücksichtigst du die Aktionärsstruktur, wenn du dich für die Order einer Aktie entscheidest?
Im Bezug zu Aktiensplits sind meine "Laien"ĂĽberlegungen folgende:
Ich suche nach sichern Aktien (z.B. aus den Bereichen Getränke, Nahrungsmittel oder Haushaltsmittel mit einer langen Dividenhistory), welche in absehbarer Zeit einen Aktiensplit durchführen, da ich, beeinflusst von der jeweiligen Splithistory, an einen positiven Effekt (vorallem langfristig) nach einem Aktiensplit glaube. Sollte dies der Fall sein steigert sich dementsprechend natürlich auch die Div. Rendite bezogen auf das eingesetzte Kapital. :?:
Wie sind denn deine Erfahrungen mit Aktiensplits bzw. berĂĽcksichtigst du dies bei deiner Aktienauswahl?

Beste GrĂĽĂźe, Tilo
Tilo
 

Re: Welche Langfristwerte halten wir und warum?

Beitragvon Ulrich » So Jun 24, 2012 10:36 pm

Lieber Tilo,

also zum Aktiensplit habe ich so meine Theorie. Sowohl beim Aktiensplit, als auch beim aufsplitten einer Firma ( engl. auch Spinn Off) habe ich so meine Theorie). Im Prinzip ist es ja rechnerisch so, dass sich durch eine Auspalten nichts ändern.

Wenn eine Firma zum Beispiel 1 Euro Gewinn pro Aktie macht, sind es nach einem Split eben zwei Aktien mit jeweils 50 Cent Gewinn.

In der Realität habe ich jedoch die Beobachtung gemacht, dass durchaus ein solches Splitting sich oft positiv auf den Kurs auswirkt. Dies liegt wohl darin, dass wir als Menschen eben doch Quantitativ denken. Für uns Menschen sind zwei Dinge mehr wert als eines, auch wenn im Prinzip rechnerisch kein höherer Wert dahinter steht.

Hätte ich zwei Nachbarn. Der eine würde eine Mercedes S Klasse fahren, der andere fährt einen 3er Bmw und eine Mercedes C-Klasse und die Frau einen Fiat 500. So würde ich den Nachbarn mit den 3 Autos wahrscheinlich als wohlhabender einschätzen, obwohl die eine S-Klasse ja eventuell gleich viel wert ist als die drei anderen Autos zusammen. Daher denkt man wohl, dass zum Beispiel zwei Coca Cola Aktien als wertvoller eingeschätzt werden.

Zudem ist auch ein Grund für steigende Kurse nach einem Split wohl auch, dass Menschen mit wenig Ahnung, davon ausgehen, dass eine Aktie mit niedrigem Kurs günstig ist und eine mit hohem Kurs teuer. Dies ist natürlich Quatsch. Eine Aktie mit Kurs 1000 € kann günstig sein, während eine Aktie für 10 € teuer sein kann; da es ja abhängig davon aus welchen Besitz eine Aktie darstellt.

Mit persönlich geht es selbst auch so, dass ich bei potentiellen Aktien mit einem drei-stelligen Kurs erst einmal zusammenzucke. Dies liegt vielleicht auch daran, dass Discounter & Co uns so konditioniert haben. Daher kaufen wir wohl einfach lieber eine Coca Cola Aktie zu 40$, als eine zu 80 $. Dies war ja vorallem auch in Deutschland in den 80ern der Grund für Splits, um das Geld der Kleinanleger in dem Markt zu holen.

Werde demnächst mal einen Blockartikel dazu schreiben.

Jetzt dir noch einen schönen Abend. Es geht ja in die Verlängerung England - Italien.
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Re: Welche Langfristwerte halten wir und warum?

Beitragvon Franky » Di Jun 26, 2012 11:26 am

Moin Folks!

Hier mein Value-Titel:

Teva Pharmaceutical

Teva ist ein globaler Pharmakonzern mit Sitz in Israel. Das Unternehmen hat seinen Fokus auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Medikamenten, die ihren Patentschutz verloren haben (Generika) gelegt. Im Generikamarkt ist Teva weltweit das größte Unternehmen. 2010 wurde das deutsche Pharmaunternehmen Ratiopharm übernommen.

Da Teva 55% (2011) seines Gesamtumsatzes im Generikabereich erwirtschaftet, bietet dieses in meinen Augen auch in schlechten Zeiten eine hohe Sicherheit, da keine hohen Ausgaben fĂĽr die Entwicklung von neuen Medikamenten anfallen.

Durch den ansteigenden Bedarf an Medikamenten in den Schwellenländern, sieht die Zukunft für die Branche nicht übel aus. Der Umsatz konnte in den letzten 10 Jahren um 24% p.a. ansteigen. Durch die vielen Patentabläufe in den nächsten Jahren bekommt das Unternehmen auch genug Nachschub um seinen Umsatz weiter zu steigern.

Neben Generika vertreibt das Unternehmen auch PatentgeschĂĽtzte Produkte. Eine Herausforderung wird der Patentablauf des Multiple Sklerose Medikamentes Copaxone im Jahr 2014 werden, was 19% vom Gesamtumsatz ausmacht.

Mit einer starken Marke wie Ratiopharm (die meisten Kunden kennen wohl den Werbeslogan: Gibt’s da auch was von Ratiopharm?), bringt das Unternehmen einen weiter Pluspunkt mit. Leider ist mir nicht bekannt, ob Teva auch in anderen Ländern durch solche bekannten Marken vertreten ist.

Ein wichtiger Faktor im Generikabereich ist die Größe des Unternehmens, da die Stückkosten bei Größeren Anbietern niedriger sind. Mit 10,1 Mrd. $ Umsatz bei Generika (2011) liegt Teva vor Novartis mit 9,4 Mrd. $, Mylan 5,5 Mrd. $ und STADA 1,5 Mrd. $.
Der Gewinn konnte in den letzten 10 Jahren um 25% p.a. und in 5 Jahren sogar um 38% p.a. steigen.

Bitte postet mal Eure Meinung zu dem Titel. Ich bin über alle Gedankenanstöße oder Hinweise auf (Denk-)Fehler etc. dankbar.

GruĂź Franky
Franky
 

Re: Welche Langfristwerte halten wir und warum?

Beitragvon Ulrich » Di Jun 26, 2012 1:00 pm

@Franky,

Teva gefällt mir gut. Es gibt zwar ein paar kleiner Negativpunkte wie das Gerichtsverfahren oder die momentan schwächelnden Margen. Langfristig sehe ich aber keine Probleme, vorallem gibt es in Schwellenländern enormes Potential. Guter Wert

*Daumen Hoch und gut vorgestellt.

lg Ulrich
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Re: Welche Langfristwerte halten wir und warum?

Beitragvon Franky » Do Jun 28, 2012 7:00 pm

@ Ulrich:
Besten Dank fĂĽr deine RĂĽckmeldung!

Die Gerichtsverfahren sind auf jeden Fall noch ein guter Punkt. Hatte ich so noch nicht auf dem Zettel. Hast du evtl. nen Link zum Nachlesen?
Für die langfristige Perspektive sollte man vielleicht noch hinzufügen, dass Klagen bzw. Gerichtsverfahren zur Pharmabranche gehören, wie Taschendiebe zu Barcelona. Man kann es einfach nicht verhindern. : ) Oder täusche ich mich da?

@ All:
Ein weiterer fĂĽr mich interessanter Wert,

Reckitt Benckiser

Das Unternehmen ist weltweiter Marktführer im Bereich Haushaltsreinigern. Dazu gehört noch ein kleiner Teil Nahrungsmittel- und Pharmageschäft. Hierzulande ist der Konzern besser bekannt unter den Marken Finish, Calgonit, Durex, Calgon, Sagrotan und Clearasil (um nur ein paar Marken zu nennen).

Haushaltsreiniger sind aus unserem täglichen Leben sicher nicht mehr weg zu denken! Von daher ist die Branche sehr krisenresistent. Diejenigen die weitere Erklärungen zum Nutzen bzw. zur Notwendigkeit von Haushaltsreiniger brauchen, werde ich später die email-adi meiner Mama weitergeben. : )

Wie erfolgreich Reckitt bisher Krisen bewältigt hat, kann man an der Entwicklung des Gewinns je Aktie sehen. Dieser hat sich seit 2000 JEDES Jahr erhöht (weiter habe ich nicht zurück geschaut). Der Gewinn ist in den letzten 10 Jahren um 18% und der Umsatz um 10% gestiegen. Auf 5 Jahressicht sieht es noch etwas besser aus, Gewinn 21% und Umsatz 14%.

Zu dieser Umsatz und Gewinnentwicklung hat, wie bei vielen, das Engagement in den Schwellenländern (32% vom Umsatz in 2011) beigetragen, wo der Wert von Reinlichkeit sicher auch in Zukunft mit dem Einkommen steigen wird.

Mit 40% Eigenkapitalquote ist das Unternehmen solide finanziert und wird dann auch noch mit 30% Eigenkapitalrendite verzinst.
Besondere Nachteile fallen mir auf Anhieb nicht ein. Ich hoffe mal, dass der neue Konzernchef, der seit September federführend ist, seine Aufgabe min. genauso gut wie seine Vorgänger erledigt.

Ein Geheimtipp ist der Wert sicher nicht. Wer aber ein Unternehmen mit starken Marken, solider Bilanz und sehr guten Zukunftsaussichten sucht, der kann bei Reckitt Benckiser einen Blick mehr riskieren.

Bitte schreibt weitere negative oder positive Fakten, falls ich welche vergessen habe.

Und gleich: Ballern wir die Pizzabäcker weg!!! : )

GruĂź Franky
Franky
 

Re: Welche Langfristwerte halten wir und warum?

Beitragvon Ulrich » Do Jun 28, 2012 11:43 pm

Naja; die Pizzabäcker waren wohl doch zu stark ;) .

Zu Teva habe ich jetzt mal noch ein wenig rumgelesen, weil das KGV von 7 bis 8 ( von Analysten geschätzt) für eine gut wachsende Firma doch recht niedrig ist.

Dabei scheint es vorallem um Bedenken, wegen neuer Konkurrenz gehen. Es geht unter anderem um das Medikament Copaxone, welches ĂĽber 3 Milliarden $ Umsatz generiert. Die alleinigen Rechte gehen um 2015 verloren. Nunja man sollte es aber auch nicht ĂĽbertreiben. Neue Mitbewerber wĂĽrden sicher nicht den ganzen Kuchen fressen und das Unternehmen konnte 2011 ĂĽber 18 Milliarden Umsatz erzielen. Die Sache wird also kaum so schlimm.

Interessant ist auch, dass der CEO von Teva vor kurzen fĂĽr mehrere Millionen Aktien gekauft hat. Solche Insider Transactions sind oft ein gutes Zeichen, dass die Firma sich weiter im Aufwind befindet.

LG Ulrich
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Re: Welche Langfristwerte halten wir und warum?

Beitragvon Jens » So Jul 01, 2012 3:19 pm

Also ich hab als Langfristwerte Ende 2011 YUM Brands, Philip Morris Int. und Colgate-Palmolive gekauft, desweiteren habe ich noch Anteile an der CCP AG (mini wert aus Deutschland).

Für Yum Brands spricht meiner Meinung nach die Fokusierung auf die Kernmarken ( Long John Silver und All American wurden abgestoßen) und der große Anteil in China. YUM hat mehr geschäfte in China als MC D. 50% aller Pizza Hut Fialen befinden sich in China und jeden Tag kommen 3 neue dazu. Negativ ist die schwäche von Taco Bell allerdings wurde dies erkannt und es läuft ein Restrukturierungsprogramm (Ergebnis ist offen). Yum hat auch noch viel Potenzial in Europa wenn man die menge von MC D Läden mal mit dennen von KFC vergleicht, desweiteren sehe ich große chancen für KFC in den aufstrebenden Ländern in Afrika z. B. Angola Hühnchen ist dort sehr beliebt und KFC ist verbreiteter als MC D.

Philip Morris ist eine guter Dividenden Lieferant mit sehr starken Marken, ich meine Marlboro kennt eigenlich jedes Kind, natürlich ist das Image grade in Europa nicht so gut. Das Philip Morris seine Geschäfte auschließlich Außerhalb der USA betreibt besteht dort keine weiteres Klage Risiko mehr. Der Tabakkonsum in Europa nimmt zwar stetig ab ist aber immer noch hoch außerdem verschieben sie die Wirtschaftlichengewichte ohnehin nach Asien und da wird sehr gerne Geraucht und PM ist auf dem Märkten aktiv. Aktuell läuft in Deutschland eine Werbekampagne gut möglich, dass man sich auf ein Werbeverbot verbreitet. Ein Werbeverbot hört sich erstmal sehr Negativ an, hat aber auch Vorteile. Studien haben gezeigt, dass Werbung nicht dazu führt mit den Rauchen zu beginnen aber man dadurch Marktanteile verschieben kann. John Player hat erfolgreich Marktanteile dazu gewonnen, aber PM ist immer noch stark und könnte seine Anteile bei einem Werbeverbot Zemtieren und würde Geld sparen was man für weitere Expansion in Asien einsetzen kann. Negative Punkte sind die Schwäche auf dem chinesischen Markt der von China Tobacco kontrolliert wird und der sehr Niedrige EK Anteil an der Bilanz (wobei man dadurch auch EK renditen von über 100% erreicht).

Colgate steigert seinen Gewinn jedes jahr seit Jahrzehnten, Zahnpasta etc geht immer. Die Kursentwicklung ist sehr schön eigentlich geht es stetig bergauf.

CCP ist ein Impoteur von Nahrungsmitteln der momentan wohl aufgrund der kürzlich vorgenommen Kapitalerhöhung sehr niedrig bewertet ist. Das Unternehmen hat ein einfaches Geschäftmodell und entwickelt sein geschäft stetig weiter, allerdings muss man sagen, dass dieser Wert wirklich sehr sehr Eng ist, man muss also mit einer Einstellung wie Buffett daran gehen und auch damit Leben können, dass man den Wert nicht beliebig Verkaufen kann.

So das wars erstmal mit ein paar spontanen Gedanken zu meinen Werten, ĂĽber anmerkungen bin ich dankbar,
Jens
 

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